Text auf dem Foto: Wir arbeiten weiter an der Verwirklichung unserer Träume
Letzten Endes haben wir doch mit der Umsetzung unseres Blogger-Fahrplans begonnen. Das Angebrülltwerden in der Polizeistation, die Dauerüberwachung, der wir seit letztem Donnerstag ausgesetzt sind, und das Verbot, nach Pinar del Rio zu reisen, haben nicht viel bewirkt. Wir haben schließlich die kleinen Spalten zwischen den Fingern der Zensoren ausfindig gemacht, durch die der feine Sand aus Informationen und Kenntnissen hat durchrieseln können.
Der Beginn dieses Treffens, das kein einziger der Teilnehmer als „Ereignis“ bezeichnen würde, ist ruhig verlaufen, weder mit Medienrummel noch mit Versuchen, es extra geheim zu halten. Es hatte nichts gemein mit diesen Kongressen, Konferenzen und Symposien, bei denen es einen Vorstandstisch gibt, der vor einem Vorhang aufgestellt wurde. Weder sind wir dem Wunsch erlegen, eine dieser Losungstafeln aus Karton zu kreieren, mit denen die Richtung vorgeben wird, der dann zu folgen ist, noch hatten wir Akkreditierungen oder Namensschildchen.
Wir haben es geschafft, den ersten Schritt zu tun, denn „sie“ erwarteten ein direktes Duell oder die Absage, aber sie sahen nicht voraus, dass das „Phänomen Blogger“ tausende Möglichkeiten hat, sich zu tarnen. Sie benutzten ihre alten Methoden des Zwangs, ohne zu bemerken, dass man virtuelle Wesen nicht durch das Errichten echter Zäune aufhält. Mit dem Verbot der Eröffnungsveranstaltung haben sie lediglich bewirkt, dass wir selbst die zahlreichen Möglichkeiten entdecken konnten, den eingeschlagenen Weg zu verwischen, ohne uns deshalb von einer Provinz in eine andere zu begeben.
In einigen Tagen wird eine Webseite eingerichtet worden sein, auf der die Diskussionen, die stattgefunden haben, einen Platz finden werden, und wir werden einen Aufruf für einen Blogger-Wettbewerb im Jahr 2009 starten. Diese kaum sichtbaren Partikel des Cyberspace, die unser Logbuch darstellen, sind bereits zu kleinen Rinnsalen geworden, die durch die Hände der Unversöhnlichen hindurchfließen. Letztere jedoch haben das hindurchfließen – von so etwas Kleinem – nicht einmal bemerkt.
Die von allen Teilnehmern gemeinsam verfasste Presseerklärung könnt ihr hier lesen.
Übersetzung: Bettina Hoyer, Heidrun Wessel, Sebastian Landsberger


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